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30 % der österreichischen Werbe- und PR-Agenturen sind international tätig
WKÖ-Fachverband Werbung & Marktkommunikation und Außenwirtschaft Österreich präsentieren Marktstudien zu Osteuropa auf der Medienmesse in Wien | Donnerstag, 25.09.2008

„Österreich ist nicht nur eines der beliebtesten Urlaubsländer für unsere deutschen Nachbarn, auch deutsche Unternehmen arbeiten gerne und oft mit österreichischen Partnern im Bereich von Werbung und Marketing zusammen, wie eine von uns in Auftrag gegebene Studie belegt“, sagte Peter Drössler, Obmann des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der WKÖ, heute auf der in Wien stattfindenden internationalen Medienmesse. Demnach gilt Deutschland mit 44 % als wichtigstes Herkunftsland ausländischer Auftraggeber für Agenturen in Österreich. Insgesamt sind 30 % der österreichischen Werbe- und PR-Agenturen international tätig und 15 % aller Aufträge der österreichischen Werbebranche kommen von Auftraggebern aus dem Ausland.

 

Drössler führte weiter aus, „dass Deutschland von den Befragten zwar als wichtigstes Auftraggeberland gesehen wird, aber auch aus Osteuropa kommen Aufträge in nicht zu unterschätzendem Ausmaß.“ Erfreulich auch ein weiterer Trend: Agenturen gehen mit österreichischen Auftraggebern mit ins Ausland und das mittlerweile verstärkt nach Mittel- und Osteuropa. Als ein Beispiel von vielen nannte Drössler die Agentur Demner, Merlicek & Bergmann mit den Etats für die Mobilkom-Töchter „Tomato“ (Kroatien) und „Loop“ (Bulgarien). Aber auch kleinen Agenturen gelänge es immer wieder, Chancen am internationalen Markt zu nutzen. Der WKÖ-Fachverband Werbung & Marktkommunikation sieht es daher als eine seiner wichtigsten Aufgaben, heimische Agenturen verstärkt zu motivieren, sich an internationalen Wettbewerben zu beteiligen. Daher setzt der Fachverband Werbung gemeinsam mit der Außenwirtschaft Österreich (AWO) im Rahmen der Exportfördermaßnahmen der Internationalisierungsinitiative "go international" auch einen Schwerpunkt auf Veranstaltung, die gezielt auf die Werbebranche, die den Schritt ins Ausland wagen will, ausgerichtet sind – speziell für die Bereiche kommerzielle Kommunikation sowie Werbung, Werbefilm und Design.

 

„Für die Zukunft der österreichischen Wirtschaft ist es unerlässlich, noch schneller und kreativer als der Mitbewerb auf internationalen Märkten zu punkten und dabei begleiten wir rot-weiß-rote Unternehmen in Auslandsmärkte und helfen ihnen, die ersten Hürden zu überwinden“, sagte Konstantin Bekos, österreichischer Handelsdelegierter in Bratislava, der gemeinsam mit Herbert Preclik von der AWO die neuesten Branchenreports "Werbung und damit verbundene Kreativleistung" für die Tschechischen Republik, die Slowakei, Slowenien und Ungarn präsentierte. Die Fokussierung auf diese Nachbarmärkte begründet sich darin, dass „sie die wichtigsten Hoffnungsmärkte für die österreichische Werbe- und Kommunikationswirtschaft sind.“ Österreichs Unternehmen haben generell die ost- und südosteuropäischen Märkte schon früh für sich entdeckt und sie gehören zu den Top-Auslandsinvestoren in diesen Regionen. „Die Sicherung und der Ausbau des Wirtschaftsstandortes Österreich sind untrennbar mit weltweit erfolgreichen agierenden Unternehmen aus Österreich verbunden und Osteuropa ist dabei ein besonderer hot-spot“, so Preclik. Die AWO hat für die Tschechischen Republik, die Slowakei, Slowenien und Ungarn bis 2010 folgende zusätzlichen Export-Potenziale berechnet: Für Tschechien 773 Millionen, Ungarn 580 Millionen, für die Slowakei 490 Millionen sowie für Slowenien 326 Millionen Euro.

 

Im Rahmen der Medienmesse 2008 wurden heute auch die Detailergebnisse einer Online-Studie von MindTake New Media Research zum Thema „Kreatives Potenzial in Osteuropa“ vorgestellt. Für die Studie wurden Jugendliche im Alter von 16 bis 30 Jahren befragt, um potentiellen Arbeitgebern in Europa ein besseres Verständnis über die Erwartungen zukünftiger Arbeitnehmer in Osteuropa zu geben. Gefragt wurde nach den Motiven für die Studien- bzw. Berufswahl, nach den Erwartungen vom ersten Job, den Verdiensterwartungen für den ersten Job, der Einschätzung der Situation am eigenen Arbeitsmarkt und nach den Beweggründen für eine berufliche Tätigkeit im Ausland. Zudem wurde ein Vergleich des Lohn-/Gehalts-Niveaus mit westeuropäischen Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse spiegeln grundsätzlich die wirtschaftliche Situation des jeweiligen Landes wider. So spielt zum Beispiel das Gehalt bei der Wahl des ersten Berufes für die Slowenen eine weniger wichtige Rolle als für die Ungarn, Tschechen und Slowaken. Die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten, ist lediglich für die Slowenen ein ausschlaggebendes Motiv für die Studien- bzw. Berufswahl.

 

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Werbung & Marktkommunikation
Geschäftsführer Mag. Markus Deutsch
Tel.: 05 90 900-3539
E-Mail: werbung@wko.at

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