aktuell
Werbebranche verweist AK-Vorwürfe ins Reich der Märchen
Mittwoch, 09.06.2004
„Werbung ködert Kinder“ – lt. AK bzw. APA-Aussendung sehen Konsumentenschützer „zu 91% bedrohlichen Einfluss der Werbung“.
„Lächerlich, tendenziös und populistisch“ kontert der Fachverband und lässt an der Studie kein gutes Haar.
Auf dutzenden Seiten will die Arbeiterkammer viel von den 2000 Befragten ihrer jüngsten Umfrage erfahren haben. Ob die „Zahl der angebotenen Zahnpastamarken in Österreich zu viel, zu wenig oder genau richtig“ sei, oder „welche Gebrauchseigenschaften bei Fernsehgeräten“ gewünscht würden. „In einem derartigen Durcheinander en passant noch die Werbeakzeptanz mitzunehmen, ist für sich schon methodisch unzulässig“ so der Bundesobmann der Kommunikationsbranche und Marktforscher, Walter Ruttinger, „aber daraus die Schlagzeile gegen die Werbung zu filtrieren, ist der Gipfelpunkt“. Werbung sei nach AK-Lesart „aufdringlich, geschmacklos, lästig, Betrug, Irreführung, uninformativ und unnütz“. Der Vorwurf von „Betrug und Irreführung“ sei für sich schon skandalös, denn es werde unterstellt, Werbung verstoße gegen herrschendes Gesetz, so die oberste Standesvertretung. Das genaue Gegenteil beweist der Fachverband und zitiert seine erst letzten Herbst mit der SN Verlagsforschung erhobene KonsumentInnen-Repräsentativumfrage. Darin betrachteten 94% der Befragten Werbung als notwendig (55%) bzw. sogar unbedingt notwendig (39%). Zwei Drittel sahen den „Informationswert der Werbung über Produkte und Angebote“ als wichtigsten Punkt.
Wollen die Österreicher zu 32% auf Kinderarbeit bei gekauften Artikeln nicht verzichten?
Studiert man die AK-Umfrage, wird man an vielen Punkten stutzig. Lediglich 68% der ÖsterreicherInnen sehen es angeblich als Ziel, dass gekaufte Produkte „unter Verzicht auf Kinderarbeit“ auf den Markt kommen sollen.
Haarsträubend, sich mit einem solchen Unfug an die Öffentlichkeit zu trauen.
Jedes Ergebnis unter 100% Ablehnung von Kinderarbeit disqualifiziert den Absender.
Besonders, wo im Zusammenhang „der bedrohliche Einfluss von Werbung und Reklame auf Kinder“ angeprangert wird. Diesen Einfluss empfänden 91% als zu hoch, nämlich um 10% höher als 1982. Historischen Zahlen dieser Art kontert der Fachverband mit aktuellen Zahlen: Für 50% ist ein „Beruf in der Werbung heute attraktiver als früher“. Nur 9% sehen darin zukünftig „weniger Chancen als heute“, 55% sehen die Werbung „zukünftig insgesamt an Bedeutung gewinnen“.
Dieser Verantwortung ist man sich übrigens im Fachverband Werbung, der mit ca. 18.000 Mitgliedern die bereits 4.-grösste Branche in der Wirtschaftskammer repräsentiert, sehr wohl bewusst und verweist etwa auf die kürzlich unterzeichnete Charta zur Selbstverantwortung und -beschränkung auf EU-weiter Basis. Allen steht es frei, den österreichischen Werberat anzurufen, wenn man Anstand und Moral durch Werbung verletzt sieht. Dies ist selten der Fall. Die Aktivitäten unserer Mitglieder sind eher wohltuender Kontrast zu Sex + Crime im Hauptabendprogramm und heile Gegenwelt zu meist negativen Presseschlagzeilen wie sie etwa die AK liefert.
„Werbung ködert Kinder“ – lt. AK bzw. APA-Aussendung sehen Konsumentenschützer „zu 91% bedrohlichen Einfluss der Werbung“.
„Lächerlich, tendenziös und populistisch“ kontert der Fachverband und lässt an der Studie kein gutes Haar.
Auf dutzenden Seiten will die Arbeiterkammer viel von den 2000 Befragten ihrer jüngsten Umfrage erfahren haben. Ob die „Zahl der angebotenen Zahnpastamarken in Österreich zu viel, zu wenig oder genau richtig“ sei, oder „welche Gebrauchseigenschaften bei Fernsehgeräten“ gewünscht würden. „In einem derartigen Durcheinander en passant noch die Werbeakzeptanz mitzunehmen, ist für sich schon methodisch unzulässig“ so der Bundesobmann der Kommunikationsbranche und Marktforscher, Walter Ruttinger, „aber daraus die Schlagzeile gegen die Werbung zu filtrieren, ist der Gipfelpunkt“. Werbung sei nach AK-Lesart „aufdringlich, geschmacklos, lästig, Betrug, Irreführung, uninformativ und unnütz“. Der Vorwurf von „Betrug und Irreführung“ sei für sich schon skandalös, denn es werde unterstellt, Werbung verstoße gegen herrschendes Gesetz, so die oberste Standesvertretung. Das genaue Gegenteil beweist der Fachverband und zitiert seine erst letzten Herbst mit der SN Verlagsforschung erhobene KonsumentInnen-Repräsentativumfrage. Darin betrachteten 94% der Befragten Werbung als notwendig (55%) bzw. sogar unbedingt notwendig (39%). Zwei Drittel sahen den „Informationswert der Werbung über Produkte und Angebote“ als wichtigsten Punkt.
Wollen die Österreicher zu 32% auf Kinderarbeit bei gekauften Artikeln nicht verzichten?
Studiert man die AK-Umfrage, wird man an vielen Punkten stutzig. Lediglich 68% der ÖsterreicherInnen sehen es angeblich als Ziel, dass gekaufte Produkte „unter Verzicht auf Kinderarbeit“ auf den Markt kommen sollen.
Haarsträubend, sich mit einem solchen Unfug an die Öffentlichkeit zu trauen.
Jedes Ergebnis unter 100% Ablehnung von Kinderarbeit disqualifiziert den Absender.
Besonders, wo im Zusammenhang „der bedrohliche Einfluss von Werbung und Reklame auf Kinder“ angeprangert wird. Diesen Einfluss empfänden 91% als zu hoch, nämlich um 10% höher als 1982. Historischen Zahlen dieser Art kontert der Fachverband mit aktuellen Zahlen: Für 50% ist ein „Beruf in der Werbung heute attraktiver als früher“. Nur 9% sehen darin zukünftig „weniger Chancen als heute“, 55% sehen die Werbung „zukünftig insgesamt an Bedeutung gewinnen“.
Dieser Verantwortung ist man sich übrigens im Fachverband Werbung, der mit ca. 18.000 Mitgliedern die bereits 4.-grösste Branche in der Wirtschaftskammer repräsentiert, sehr wohl bewusst und verweist etwa auf die kürzlich unterzeichnete Charta zur Selbstverantwortung und -beschränkung auf EU-weiter Basis. Allen steht es frei, den österreichischen Werberat anzurufen, wenn man Anstand und Moral durch Werbung verletzt sieht. Dies ist selten der Fall. Die Aktivitäten unserer Mitglieder sind eher wohltuender Kontrast zu Sex + Crime im Hauptabendprogramm und heile Gegenwelt zu meist negativen Presseschlagzeilen wie sie etwa die AK liefert.


Seite drucken